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Musiktheater Robin Hood

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Re: Musiktheater Robin Hood

Post by Tigerlady on 11/18/2012, 9:44 pm

Hört man Robin Hood, denkt man unweigerlich an Errol Flynn und Kevin Costner, die diese Rolle für Hollywoods Filmindustrie verkörpert haben. Helden in Strumpfhosen kommen einem in den Sinn, Kämpfe mit Pfeil und Bogen um Ehre, Macht und Ruhm. Freundschaft, Liebe und Aufopferung für ein gemeinsames Ziel stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Natürlich gibt es auch immer Bösewichte wie der Sheriff of Nottingham, seinen unsympathischen Gefolgsmann Guy of Guisborn und natürlich die machtbesessene Frau von Prinz John, dem Bruder des verschollenen Königs Richard Löwenherz.

Da war es nur eine Frage der Zeit, wann dieser Stoff für eine Musicalbühne entdeckt und umgesetzt wird. Martin Doepke (Komponist) und La Belle Musicalproductions haben sich dieser unerwartet schweren Aufgabe angenommen und so präsentieren sie am 8. Dezember die Uraufführung von „Robin Hood – Das Musical“ im Bremer Musicaltheater am Richtweg.

Die Darstellerriege geht von Musicalgrößen wie Ethan Freeman und Jesper Tydén über Schauspieler wie Mathieu Carrière und Daniela Ziegler und „Debütanten“ wir Sabine Neibersch. An allererster Stelle ist Jesper Tydén in der Titelrolle zu nennen: Er spielt und singt, tanzt und kämpft, zeigt gute und böse Gefühle so gut es das schwache Buch hergibt.

Doch bis es soweit ist, erklingt ein minutenlanger Prolog aus dem Orchestergraben gefolgt von einer sehr langen Sprechszene: Im Jahr 1194 kehrt der junge Ritter Robin von Locksley vom dritten Kreuzzug in seine Heimat zurück. England wird nun von Richards Bruder Prinz John, genauer von dessen Frau Isabelle (Daniela Ziegler) und dem skrupellosen Sheriff von Nottingham (Ethan Freeman) beherrscht. Alles geschieht unter dem Schutz der Kirche in Gestalt des Bischof von Herford (Mathieu Carrière). Robin erfährt wenig Unterstützung für seinen Plan, das Lösegeld für König Richard Löwenherz, der sich in österreichischer Gefangenschaft befindet, aus den übervollen Schatullen der Regenten zu nehmen. Der hitzköpfige und respektlose Robin legt sich mit den Herrschaften an und wird prompt für vogelfrei erklärt. Mit geschickt geführtem Schwert kann er in den Sherwood Forrest fliehen.

Erst hier wird das Musical musikalisch. In Little John und zahlreichen weitestgehend namenslosen Geächteten findet Robin neue Freunde im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Doch erst muss er sich mit seinem Schwert (Pfeil und Bogen sucht man in diesem Stück vergeblich) als Anführer qualifizieren. Bereits hier zeigen sich die besonderen Qualitäten der von Malcom Ranson erdachten Kampfszenen. Auch wenn jeder Schritt geplant und jede Bewegung mit dem Schwert genau positioniert ist, so wirken die Szenen trotzdem spektakulär und gefährlich. Leider sind jedoch gerade die Kampfszenen deutlich zu lang und verlieren ihre Wirkung, da auch der Umgang mit den schweren Gerätschaften in der Premiere noch lange nicht so flüssig ist wie man es sich wünschen würde.

Nachdem die Machtverhältnisse im Sherwood Forrest jedoch einmal geklärt und Robin Hood als Anführer anerkannt wurde (natürlich immer wieder torpediert durch Little Johns eifersüchtige Kommentare), wird das neue Mitglied der Geächteten mit einem Fest gebührend willkommen geheißen. Fortan wird gesungen, gefeiert und getanzt. Der Wald wird in buntes Discolicht getaucht und die Darsteller auf der Bühne verfallen in irische Tanzschritte, die mehr als nur ansatzweise an „Riverdance“ oder Michael Flatley’s „Lord of the Dance“ erinnern? Sherwood Forrest in Irland? Kleinigkeiten, an denen man sich nicht aufhalten muss.

Es herrscht eine ausgelassene Stimmung auf der Bühne, zu der die schwungvolle Choreographie von Paul Kribbe und James de Groot maßgeblich beiträgt. Die für ein Musical unerwartet zahlreichen Dialoge bringen die Handlung nur schleppend voran. Ist es wirklich notwendig, dass in der heutigen Musicallandschaft – von einigen ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen – auf Textseite nur noch Phrasen, Slapstick und Sprichworte als Stilelemente eingesetzt werden? Niveauvolle Unterhaltung stellt man sich dann doch etwas anders vor.

Das Szenebild und die Kulissen von Christoph Weyers sind das genaue Gegenteil der schwachen Texte. Hier sieht man, dass der Allgäuer über umfassende und mehrfach bewährte Erfahrungen in seinem Fach verfügt. Das Bremer Musicaltheater bietet in dieser Hinsicht eine Menge Variationsmöglichkeiten. Da wird der Kerker aus dem Bühnenboden herausgefahren oder es senken sich große Kulissenteile aus der Decke herab und bilden so eine Kirche, das Schloss oder den Sherwood Forrest. Auch die Gestaltung des Sherwood Forrest ist stimmig und so macht es Spaß in jedem Bild neue Details zu entdecken.

Die Spannbreite der von Martin Doepke komponierten Musik, mit Anklängen an die Rock-, Pop-, Country- und Gospelmusik ist breit. Gerade diese Vielfalt macht es schwer, „Robin Hood“ einen einheitlichen Musikstil zuzuordnen. Man fühlt sich phasenweise beim „Starlight Express“, „Bonifatius“ oder „Little Shop of Horrors“ – die Ähnlichkeiten sind zum Teil frappierend. Der einzige Reprisefähige Song „Der Sturm ist nah“ wird dann auch reichlich überstrapaziert. Musikalisches Highlight ist die Ensemblenummer „Salz der Erde“. Eine großartige Gospelnummer, angeführt von einem sehr motivierenden Günther Kaufmann als Bruder Tuck. „Salz der Erde“? War da nicht was? Ach ja, bei „Bonifatius“ gibt es einen Titel, der nicht nur genauso heißt, sondern auch noch optisch (das Lichtdesign dieser Szene steht „Saturday Night Fever“ in nichts nach – nur gehört das in den Wald?) und akustisch sehr ähnlich daherkommt.

Doch genug der Kritik an Dialogen und Musik. Ein Musical lebt ja auch von den Künstlern auf der Bühne. Im Zentrum von „Robin Hood“ steht auf der einen Seite der Konflikt zwischen dem Sheriff von Nottingham, gespielt von Ethan Freeman und Robin Hood und auf der anderen Seite die Liebesgeschichte zwischen Robin Hood und Lady Marian (Sabine Neibersch), auf die auch der Sheriff ein Auge geworfen hat.

Ethan Freeman bildet mit Daniela Ziegler als Lady Isabelle und Mathieu Carrière als Bischof von Herford ein intrigantes Dreigestirn. Während Mathieu Carrière als Schauspieler noch etwas hölzern wirkt und sich in seiner roten Robe nicht gänzlich wohl zu fühlen scheint, hat Daniela Ziegler auch zwei Songs, wobei sich manch einer statt des Sprechgesangs lieber melodischere Stücke für ihre Stimme gewünscht hätte. In der Rolle der machthungrigen Lady Isabelle wirkt Daniela Ziegler wie eine Diva und das passt hundertprozentig.

Sabine Neibersch hat sehr gefühlvolle Soli, die sie mit ihrer schönen, wenn auch am Premierenabend ziemlich heiseren, Stimme sehr intensiv interpretiert. Sie harmoniert in den Duetten sehr gut mit Jesper Tydén. Auch gegen Ethan Freeman kann sie sich im „Streitduett“ bewähren.

Jesper Tydén zeigt in den wenigen Gesangsnummern, was sein Hauptfach ist: Er singt „Der Sturm ist nah“ mit viel Energie und macht den Kampfesgeist der Aussätzigen spürbar bis in die letzte Reihe. Ganz nebenbei zeigt er aber auch Talent als Tänzer. In den irisch-folkloristischen Tanznummern muss er sich – im Gegensatz zu anderen Hauptdarstellern – nicht hinter dem Ensemble verstecken.

Ein optisches Highlight ist die Rock-Nummer „Abschaum“ gesungen und vor allem gespielt von Ethan Freeman. Ihm gelingt es mit spärlichen Requisiten und bühnenfüllendem Schauspiel auf einer fast leeren Bühne die Blicke auf sich zu ziehen. Ein Beispiel für seine ungeheure Bühnenpräsenz. Der einzige Wermutstropfen ist, dass Freemans Stimme nicht unbedingt als Rockstimme zu bezeichnen und daher in dieser Szene nicht ganz passen mag. Mit einer Rockröhre wie beispielsweise Darius Merstein-MacLeod oder Sascha Th. Krebs sie mehrfach unter Beweis gestellt haben, dürfte „Abschaum“ noch wesentlich an Intensität hinzu gewinnen.

Für eine große Produktion wie „Robin Hood“ – immerhin eine Tourproduktion, die mit Ensuite-Ausstattung daher kommt –, bei der in verhältnismäßig kurzer Zeit viel bedacht und koordiniert werden musste, klappte es am Premierenabend schon recht gut. Auch wenn es aufgrund der im Vorfeld als Unsicherheitsfaktor benannten Bühnentechnik eine 10-minütige Unterbrechung im 2. Akt gab und die vielen Szenenwechsel zu lange dauerten – kommt Zeit, kommt Routine und dann verschwinden auch derartige Kinderkrankheiten.

„Robin Hood“ bleibt bis Anfang Januar im Musicaltheater am Richtweg. Genug Zeit, um Abläufe zu straffen, Szenenwechsel zu beschleunigen und Routine in die tägliche Arbeit hineinzubekommen. Anschließend zieht der Held mit seinem Schwert ins Düsseldorfer Capitol Theater (10.-26. Februar). Die dritte Station der Tour wird vom 4. März -2. April das Deutsche Theater in München sein.

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Re: Musiktheater Robin Hood

Post by Tigerlady on 9/25/2012, 11:35 am

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Re: Musiktheater Robin Hood

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Re: Musiktheater Robin Hood

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Re: Musiktheater Robin Hood

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Musiktheater Robin Hood

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