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Aus dem Leben Mathieu Carriere

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Re: Aus dem Leben Mathieu Carriere

Post by Tigerlady on 11/22/2012, 12:33 pm

die Madeline die aussieht wie deine EX, kam bei Höchstpersönlich 2011 auf ARD das Foto

genaues dazu

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Aus dem Leben Mathieu Carriere

Post by Tigerlady on 11/22/2012, 12:30 pm

Frankreich ist am Boden, die Zahlen schlecht, die Regierung ohne Zug. So sieht es das Ausland. Doch wie geht die Grand Nation selbst mit den schlechten Nachrichten um. Matthieu Carrière hat sich in Paris auf die Suche nach der Krise gemacht. Ein Gastbeitrag.
Mathieu Carrière brachte sich den Deutschen zuletzt vor allem durch Auftritte im „Dschungelcamp“ oder bei „Let´s Dance“ in Erinnerung. Doch der 62-Jährige ist vielseitiger, schlägt sich durch als Schauspieler und Autor, stand schon als Jugendlicher für Volker Schlöndorff vor der Kamera, blickt auf Dutzende Filme und Engagements an Theatern zurück. Carrière lebt in Paris und Hamburg. Für FOCUS Online hat er ein kleines Sittengemälde gezeichnet: von Paris, den Leuten dort, und ihrem Blick auf die vielfach beschriebene Krise der Grande Nation.

Gegen 17 Uhr sinkt die Sonne hinter die Tour de Montparnasse, und ein Riesenschatten kriecht über den Eingang zur Metro Raspail. Ich lauf die Treppe runter, springe in die sechs, Richtung Étoile. Am Trocadero umsteigen in die neun, Richtung Pond de Sèvres. Knackevoll ist die Metro: viele Jugendliche, sicher über 85 Prozent davon Einwanderer. Neben mir steht ein Mann mit Pudelmütze. Wir kommen ins Gespräch. Er ist 36 Jahre alt, Architekt, geboren in Algerien. Ich frage ihn, nach dem, was Krise genannt wird.

„Krise? Klar, aber schon seit zwei Jahren“

“Gib mir’n Beispiel, woran merkst du, dass es schlechter läuft?“

„Voila: Hab vier Angestellte; früher gingen wir mittags zum Essen ins nächste Bistrot, heute kauf ich für alle ein und koch im Büro. 60 Prozent der Restaurants in der Rue Damesme hinter meiner Agentur haben keine Kunden mehr. Aber der Gemüsemarkt boomt.“

„Gib mir noch eins!“

Er grinst: „Zu Hause dreh ich seit einem Jahr die Heizung auf 18 Grad runter. Wenn meine Freundin sich beklagt geb ich ihr einen von meinen Kaschmirpullis. Krise? Nie gehört.“ Er sagt: „On se démerde, quoi!“, und meint damit, dass man sich eben so durchschlägt in diesen Zeiten.

Ich springe Porte de Saint Cloud raus und wetze Richtung Boulogne-Billancourt zum Casting. Vier Kollegen stehen vor dem Hochhaus und rauchen. Krise? Nie gehört. Klar, man muss seinen Arsch bewegen, Radar anwerfen, sich informieren, Initiative ergreifen. Arbeitslosenquote bei Schauspielern? Seit vierzig Jahren stabil, um die 40 Prozent.

30 Minuten später zurück in die neun. Ich sitze neben einem 14-jährigen Mädchen. Sie lächelt auf meine Frage. „Krise? Na ja, mein Vater seit drei Monaten im Krankenhaus, in St. Anne, Delirium Tremens. Ich helf der Mami, die ist Concierge von zwei Häusern und wir müssen jeden Tag um halb sechs raus, Müll entsorgen, dann Schule. Macht aber auch Spaß, denn jetzt kann ich mit ihr mal’n Joint rauchen, ohne dass Papi zuschlägt und der Staat zahlt sechs Monate lang sein volles Gehalt. Hoffentlich behalten sie ihn bis nach Weihnachten in der Klinik, dann haben wir die Knete, um nach Faro zur Oma zu fliegen. Da, in Portugal ist Krise. Hier ist es aufregend. Hier ist Paris!“

Raspail raus, hoch die Treppe in der Rue Vavin. Die Gäste sind schon da, Claire brät ihre berühmten Lammkotelettes, ihre cotelettes d’agneau. Alle anderen nippen an ihrem Moet et Chandon, nur ich trinke mein Pelforth (beim Uniprix 1,50 Euro pro Flasche, im Bistrot Raspail 9,60 Euro). „Krise? Bien sur“, meint Journalistin Madeleine strahlend, „mais c’est ausssi un défi: das ist eine Herausforderung! Ich versuche meinen Leuten, die Sparmaßnahmen schmackhaft zu machen, damit sie ihre Jobs behalten können. Privates Telefonieren nach Büroschluss, Taxifahrten, Freiexemplare, alles gestrichen, alle Auflagen im Keller. Abe feuern werde ich niemanden!“

Der Konzern wird bald verkaufen müssen. Printmedien verlieren, aber der Luxus nimmt zu: LVMC oder Dior müssen hier die Preise erhöhen, damit die Chinesen nicht herkommen, um zu shoppen, sondern in China bleiben, und da vor den französischen Geschäften Schlange stehen.

Francois Hollande, den sie in Deutschland schelten, er ist zwar langsam, aber integer und konsequent. Nur seine beiden Frauen nerven. Wir alle stehen hinter ihm. Krise? Klar, aber die macht auch Spaß, wir springen im Quadrat, schlafen weniger, aber all das fördert die republikanische Solidarität!

Madeleine ist Chefredakteurin eines großen Wochenmagazins. Und was sagt sie, zu den Stimmen aus dem Ausland, die von Frankreichs Niedergang künden? Sie, wie aus der Pistole geschossen: „Et alors! Financial Times? Moody’s? Economist? Merkel? Diese frankophoben Neider gehen uns am Arsch vorbei! Wir haben das beste Sozialnetz der Welt, sind nach den Städten USA der größte melting pot der Erde, Leute unter 25 zahlen in Museen keinen Eintritt! Höchste Geburtenrate in Europa, unsere Kinder sind gut versorgt, unsere Filme, unsere Schulen und Universitäten sind Klasse! Vive la France!“
In der Tat: Die cotelettes d’agneau premières sind köstlich. Die grünen Bohnen auch.

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